Aufbereitung



Holzaufbereitung 1800x900Altholz – ein vielseitiger Wertstoff

Bei der Aufbereitung von Altholz wird aus Holzabfällen ein wertvoller Sekundärrohstoff. Aufbereitetes Altholz wird je nach Qualität entweder stofflich oder energetisch genutzt. In Deutschland wird in ca. 72 Altholzkraftwerken Strom und Wärme erzeugt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. In der Holzwerkstoffindustrie wird Altholz bei der Produktion von Spanplatten stofflich eingesetzt, es entsteht so ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Produkt.

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Aufbereitung von Holzabfällen zur weiteren stofflichen und energetischen Verwertung

Aufbereitung von Altholz

Ziel der Aufbereitung ist es, aus Holzabfällen einen industriell verwertbaren Sekundärrohstoff  herzustellen. Die gesetzlichen Anforderungen sind in der Altholzverordnung geregelt. Die VDI-Richtlinie 4087 zur Planung, Errichtung und Betrieb von Altholzplätzen beschäftigt sich detailliert mit dem Stand der Technik in der Altholz-Aufbereitung.

Die wichtigsten Schritte bei der Aufbereitung sind:

Annahme, Verwiegung und Eingangskontrolle
Erster Schritt der Aufbereitung ist die Annahme der Holzabfälle. Das Eingangsmaterial wird gewogen und kontrolliert.

Sortierung nach Altholzkategorien
Die Aufbereiter sortieren die angelieferten Holzabfälle abhängig von der Zusammensetzung und der zu erwartenden Schadstoffbelastungen in die vier Altholzkategorien ein.

Störstoffentfrachtung
Bei der Störstoffabscheidung kommen verschiedenste Methoden zur Anwendung. Bei der manuellen Sortierung werden die Altholzsortimente mithilfe von Baggern, Sortiergreifern oder durch Handauslese sortiert. In aufwendigen Sortieranlagen werden i.d.R. störstoffhaltige Altholzsortimente bearbeitet, in denen häufig zusätzlich Sortierkabinen zur manuellen Sortierung integriert sind. Außerdem gibt es noch automatische Sortiermaschinen, wie Magnetabscheider, Windsichter, Nahinfrarotsysteme sowie Sink-/Schwimmverfahren, die bei der Separierung von Störstoffen wie Metallen, Kunststoffen, Glas oder PVC helfen.

Vor-/Feinzerkleinung
Die Anforderungen an die Zerkleinerung hängt im wesentlichen von der Beschaffenheit des Eingangsmaterials, den Massendurchsätzen und den Qualitätsanforderungen an die Endprodukte ab. Die Zerkleinerungswerkzeuge zerkleinern das Material ja nach Anforderung in Materialgrößen von <500 mm bis <20 mm.

Klassierung
Die Siebung ist das wichtigste Verfahren zur Begrenzung der Korngrößen. Bei der Siebung wird das Unterkorn vom Überkorn abgetrennt und kann bei Bedarf dem Prozess vorzeitig entzogen werden. Bei der Siebung kommen vor allem Trommel-, Stern- oder Schwingsiebe zum Einsatz.

Förderung
Zwischen den Einzelnen Prozessschritten werden Förder- und Austragsysteme als Stetigförderer benötigt. Zerkleinertes Altholz kann horizontal, steigend oder vertikal gefördert werden.

Qualitätsgesicherte Aufbereitung
Die Betreiber von Altholzbehandlungsanlagen setzen verschiedene Verfahren zur Qualitätssicherung der Altholzsortimenten an. Grundsätzlich schreibt die Altholzverordnung Grenzwerte und Probenahmeverfahren vor, die für die stoffliche und energetische Nutzung verpflichtend eingehalten werden müssen. Zusätzlich werden auch qualitätssichernde Verfahren nach der LAGA PN 98 oder der DIN EN 15442 eingesetzt.

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