Effiziente Nutzung von Altholz – CO₂-Reduktion durch Entfrachtung und Überwachung
Die Verbrennung von Altholz spielt eine zentrale Rolle in der Energiegewinnung und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Dabei wird Altholz aufgrund seiner Zusammensetzung in biogene und fossile Anteile unterteilt. Der biogene Anteil stammt aus reinem, nachwachsendem Holz und ist daher im Prinzip CO₂-neutral, da das freigesetzte CO₂ zuvor in den Wachstumsjahren der Pflanzen aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Dieser Anteil trägt somit nicht zur Erhöhung des atmosphärischen CO₂-Gehalts bei.
Der fossile Anteil im Altholz besteht hingegen aus Materialien wie Lacken, Beschichtungen oder Kunststoffen, die während der Nutzungsphase auf das Holz aufgebracht wurden. Diese Anteile setzen bei der Verbrennung fossilen Kohlenstoff frei und tragen so zum Treibhauseffekt bei. Um diesen fossilen CO₂-Ausstoß zu kompensieren, sind für den fossilen Anteil CO₂-Zertifikate erforderlich. Dies stellt sicher, dass diese Emissionen im Rahmen des Emissionshandelssystems gedeckt und klimaneutral ausgeglichen werden.
Durch eine kontinuierliche Messung des biogenen und fossilen CO₂-Anteils in den Schornsteinabgasen konnte gezeigt werden, dass selbst in 17. BImSchV-Anlagen, die auch Altholz der Kategorie AIV verbrennen, der fossile CO₂-Anteil nach sorgfältiger Aufbereitung und Entfrachtung im Schnitt nur noch bei < 5 % liegt. Diese kontinuierliche Überwachung trägt zur Transparenz bei und zeigt, dass eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Verbrennung möglich ist, wodurch der Bedarf an CO₂-Zertifikaten deutlich gesenkt werden kann.
