Aufbereitung



Holzaufbereitung 1800x900Altholz – ein vielseitiger Wertstoff

Bei der Aufbereitung von Altholz wird aus Holzabfällen ein wertvoller Sekundärrohstoff. Aufbereitetes Altholz wird je nach Qualität entweder stofflich oder energetisch genutzt. In Deutschland wird in ca. 75 Altholzkraftwerken Strom und Wärme erzeugt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. In der Holzwerkstoffindustrie wird Altholz bei der Produktion von Spanplatten stofflich eingesetzt, es entsteht so ein ressoucernschonendens und nachhaltiges Produkt.

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Aufbereitung von Holzabfällen zur weiteren stofflichen und energetischen Verwertung
Aufbereitung von Altholz

Ziel der Aufbereitung ist es, aus Holzabfällen einen industriell verwertbaren Sekundärrohstoff  herzustellen. Die gesetzlichen Anforderungen sind in der Altholzverordnung geregelt. Die VDI-Richtlinie 4087 zur Planung, Errichtung und Betrieb von Altholzplätzen beschäftigt sich detailliert mit dem Stand der Technik in der Altholz-Aufbereitung.

Die wichtigsten Schritte bei der Aufbereitung sind:

Annahme, Verwiegung und Eingangskontrolle

Erster Schritt der Aufbereitung ist die Annahme der Holzabfälle. Das Eingangsmaterial wird gewogen und kontrolliert.

Sortierung nach Altholzkategorien

Die Aufbereiter sortieren die angelieferten Holzabfälle abhängig von der Zusammensetzung und der zu erwartenden Schadstoffbelastungen in Altholzkategorien ein. Es gibt vier Kategorien:

A I: Naturbelassenes oder lediglich mechanisch bearbeitetes Altholz, das bei seiner Verwendung nicht mehr als unerheblich mit holzfremden Stoffen verunreinigt wurde.

AII: Verleimtes, gestrichenes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogen-organische Verbindungen in der Beschichtung (z.B. PVC) und ohne Holzschutzmittel

AIII: Altholz mit halogen-organischen Verbindungen in der Beschichtung und ohne Holzschutzmittel

A IV: Mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz, wie Bahnschwellen, Leitungsmasten, Hopfenstangen, sowie sonstiges Altholz, das augrund seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder AIII zugeordnet werden kann, ausgenommen PCB-Altholz.

Außerhalb dieser Kategorien steht das PCB-Altholz, dieses unterliegt der PCB/PCT-Abfallverordnung.

 

Störstoffentfrachtung

Bei der Störstoffabscheidung kommen verschiedenste Methoden zur Anwendung. Bei der manuellen Sortierung werden die Altholzsortimente mithilfe von Baggern, Sortiergreifern oder durch Handauslese sortiert. In aufwendigen Sortieranlagen werden i.d.R. störstoffhaltige Altholzsortimente bearbeitet, in denen häufig zusätzlich Sortierkabinen zur manuellen Sortierung integriert sind. Außerdem gibt es noch automatische Sortiermaschinen, wie Magnetabschneider, Windsichter oder Nahinfrarotsystem die bei der Separierung von Störstoffen wie Metallen, Kunststoffen, Glas oder PVC helfen.

Vor-/Feinzerkleinerung

Die Anforderungen an die Zerkleinerung hängt im wesentlichen von der Beschaffenheit des Eingangsmaterials, den Massendurchsätzen und den Qulitätsanforderungen an die Endprodukte ab. Die Zerkleinerungswerkzeuge zerkleinern das Material ja nach Anforderung in Materialgrößen von <500 mm bis <20 mm.

Klassierung mittels Sieben

Die Siebung ist das wichtigste Verfahren zur Begrenzung der Korngrößen. Bei der Siebung wird das Unterkorn vom Überkorn abgetrennt und kann bei Bedarf dem Prozess vorzeitig entzogen werden. Bei der Siebung kommen vor allem Trommel-, Stern- oder Schwingsiebe zum Einsatz.

Qualitätsgesicherte Aufbereitung

Die Betreiber von Altholzbehandlungsanlagen setzen verschiedene Verfahren zur Qualitätssicherung der Altholzsortimenten an. Grundsätzlich schreibt die Altholzverordnung  Grenzwerte und Probenahmeverfahren vor, die für die stoffliche und energetische Nutzung verpflichtend eingehalten werden müssen. Zusätzlich werden auch qualitätssicherende Verfahren nach der LAGA PN 98 oder der DIN EN 15442 eingesetzt.

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