BAV-Vorstand mit großer Mehrheit wiedergewählt

Der BAV – Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. führte am 15.09.2020 auf seiner Mitgliederversammlung in Bad Neuenahr Vorstandswahlen durch. Der bisherige Vorstand, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Uffmann (biotherm Hagenow GmbH), dem Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Hartmut Schön (Brockmann Recycling GmbH) und dem Finanzvorstand Markus Gleitz (Sonae Arauco Deutschland GmbH) stellte sich erneut zur Wahl. Die BAV-Mitgliedschaft sprach den drei Vorständen ihr Vertrauen aus und bestätigte sie für eine weitere Amtszeit. Read More

BAV-Altholztag: Bedürfnis nach Austausch auch im Krisenjahr 2020 ungebrochen

Rund 110 Teilnehmer folgten der Einladung des BAV – Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter nach Bad Neuenahr zum Altholztag 2020. Dieter Uffmann, Vorstandsvorsitzender des BAV freut sich über eine erfolgreiche Fachtagung in einem coronabedingt schwierigen Jahr. Read More

EEG 2021

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und weiterer energierechtlicher Vorschriften

Aus Sicht des BAV ist die Klarstellung in der Gesetzesbegründung zu Artikel 1, Nummer 4,Buchstabe b, dass ausgeförderte Anlagen ihren Einspeisevorrang nach § 11 EEG 2021 nicht verlieren, grundsätzlich zu begrüßen. Zusätzlich muss jedoch durch eine Erweiterung des Ausschließlichkeitsprinzips sichergestellt werden, dass ein alternativer Brennstoffmix (Voraussetzung mindestens 50 Prozent Biomasse-Brennstoff-Anteil) in ausgeförderten Anlagen zulässig ist und der Einspeisevorrang unberührt bleibt. Die Beibehaltung des Einspeisevorrangs allein reicht nicht aus, um den Weiterbetrieb der Bestandsanlagen sicherzustellen.

Deshalb sehen wir weiterhin einen dringenden Regelungs- und Handlungsbedarf für die Gestaltung der Post-EEG-Übergangsjahre. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erlössituation (Stand August 2020) von ca. 3 ct/kWh für Strom und ca. 2 ct/kWh für die Altholzverwertung ist ein wirtschaftlicher Anlagenbetrieb ausgeschlossen. Selbst bei einem gleichzeitigen Ausscheiden aller Kraftwerke aus der Förderung zum 01.01.2021 würde eine Anpassung der Altholzverwertungspreise nicht schnell genug erfolgen, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals klarstellen, dass Kraftwerke, wie alle Unternehmen, niemals voll abgeschrieben sein können, da in aller Regel immer neu investiert werden muss, um auf dem Stand der Technik zu bleiben – auch, um den gestiegenen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Umso schwieriger stellt sich die Situation bei einem gestaffelten Ausscheiden dar, da während der Übergangszeit geförderte und nicht geförderte Anlagen um den Stoffstrom konkurrieren.

Wird keine Regelung zur Gestaltung der schwierigen Übergangsjahre getroffen, riskiert der Gesetzgeber den Verlust von Anlagen, die aus dem erneuerbaren Energieträger Altholz, CO2-neutrale und grundlastfähige Energie in Form von Strom und Wärme produzieren können. Altholzkraftwerke sind in der Lage, als eine der wenigen erneuerbaren Energieerzeugungsformen überhaupt, grundlastfähigen Strom und Wärme zu produzieren. Diese Grundlast steht für Versorgungssicherheit und Netzstabilität, wenn Wind- und Sonnenenergie wetterbedingt nicht liefern können. Insbesondere mit Blick auf den Atom- und Kohleenergieausstieg werden grundlastfähige erneuerbare Erzeugungsformen im künftigen Energiesystem von besonderer Bedeutung sein. Altholzkraftwerke sind zudem Teil einer Branche, die als eine der wenigen das Prinzip der Kreislaufwirtschaft schon heute lebt. Das Zusammenspiel aus Abfallaufbereitung, stofflicher und energetischer Verwertung droht aus dem Gleichgewicht zu geraten und ein Entsorgungsnotstand für Altholz ist zu befürchten.

Wir werben aus diesem Grund für eine Anschlussregelung für Altholzkraftwerke. Die Notwendigkeit einer Anschlussförderung für Altholzkraftwerke ist im Gegensatz zu fluktuierenden erneuerbaren Energien aufgrund ihrer energie- und abfallpolitischen Bedeutung aus unserer Sicht sachlich begründbar.

Wir schlagen folgende Möglichkeiten vor, damit grundlastfähige erneuerbare Energie, als unverzichtbares Fundament der Energiewende, auch zukünftig erzeugt werden kann:

Marktintegrationsmodell

Das BAV-Marktintegrationsmodell sieht eine degressive Übergangsförderung vor, die jährlich um 10 Prozent abnimmt und für den Zeitraum vom Ende 2020 bis Ende 2026 greifen soll. Die Übergangsförderung soll nur solange laufen, bis die Lücke zwischen Marktpreis und EEG-Förderung durch steigende Strom- bzw. Altholzverwertungserlöse geschlossen wird. Maximal soll die Übergangsförderung bis zum 31.12.2026 greifen, wenn der Austritt aus dem EEG von über 90 Prozent der Altholzkraftwerke bzw. 96 Prozent der Altholzmenge vollzogen ist.

Verlängerung des Vergütungszeitraumes

Alternativ könnte auch der Weg analog der Schwarzlauge aus dem EEG 2016 als Vorlage genutzt werden: Der Vergütungszeitraum wird einmalig um maximal 10 Jahre bis 31.12.2029 unter Anwendung einer Degressionsregelung verlängert.

Ausschreibung für Altholzanlagen

Ein anderer Lösungsweg wäre eine Öffnung der Ausschreibungen für Altholzanlagen, um eine einmalige 10-jährige Förderung zu erhalten (§39 f EEG 2017). Durch eine Klarstellung im EEG dahingehend, dass in § 39h Biomasseanlagen, die vor dem 1. Januar 2017 zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ausschließlich mit Biomasse in Betrieb genommen wurden, teilnehmen können, würde auch für Altholz ein wettbewerbliches und diskriminierungsfreies Förderregime geschaffen. Hier muss jedoch dringend Berücksichtigung finden, dass die ersten Altholzkraftwerke bereits zum 31.12.2020 aus der

EEG-Förderung fallen, da jährliche Angebotsfristen eingehalten werden müssen. Diese sind nach dem derzeit gültigen EEG 2017 für Biomasse zum 1. April und zum 1. November des jeweiligen Jahres.

BAV-Altholztag 2020

Im Fokus des BAV-Altholztages-2020 stehen die Novelle der Altholzverordnung, die Folgen der Neueinstufung von Titandioxid für die Bewirtschaftung von Abfällen sowie das bevorstehende EEG-Förderende. Auch die Anforderungen des neuen Brennstoffemissionshandelsgesetzes werden vorgestellt. Read More

UBA Endbericht

Der im Juni 2020 veröffentlichte Endbericht „Evaluierung der Altholzverordnung im Hinblick auf eine notwendige Novellierung“ bewertet die bestehenden Regelungen der Altholzverordnung und zeigt vorhandene Defizite und Hemmnisse auf. Auf Basis dieser Evaluation wurden praxisnahe Anpassungsvorschläge für eine Weiterentwicklung der Altholzverordnung unter Berücksichtigung der technischen Neuerungen und der rechtlichen Änderungen vorgeschlagen, die Grundlage für den aktuellen Diskussionsentwurf zur Novellierung der Altholzverordnung waren. Den vollständigen UBA-Abschlussbericht können Sie hier einsehen.

Update: Novellierung der Altholzverordnung

Stellungnahme zum Diskussionsentwurf

Am 29.05.2020 hat der BAV e.V. die Stellungnahme zum Diskussionsentwurf an das zuständige Bundesumweltministerium übermittelt.

Sehr positiv aus Sicht des Altholzverbandes ist der hohe Praxisbezug des ersten Verordnungsentwurfs. Wir begrüßen die Beibehaltung der vier Altholzkategorien, da diese eine hochwertige Aufbereitung und Verwertung von Altholz gewährleisten. Auch die verbesserte und ergänzte Regelvermutung wird aus unserer Sicht entscheidend dazu beitragen, die Sortierqualität weiter zu erhöhen. Read More

IFAT 2020 abgesagt- neuer Termin 2022

Aus Sicherheitsgründen rund um die Ausbreitung des Coronavirus wird nun auch der geplante Ersatztermin der IFAT 2020 (7. bis 11. September 2020) abgesagt.

Die nächste IFAT ist für den Zeitraum vom 30.05.-03.06.2022 vorgesehen.

Neueinstufung von Titandioxid ist erfolgt

Neueinstufung Titandioxid erfolgt

Die Einstufung von Titandioxid als „karzinogen beim Einatmen“ ist erfolgt. Sie gilt nur für Gemische in Form von Pulver mit einem Gehalt von mindestens 1 % Titandioxid in Partikelform oder eingebunden in Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von ≤ 10 μm. Read More

Stellungnahme zur Novelle der AwSV

Gemeinsam mit den Verbänden BDE – Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. und ASA – Arbeitsgemeinschaft stoffspezifische Abfallbehandlung e.V. hat der BAV e.V. eine Stellungnahme zur Novelle der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) abgegeben. Sie setzen sich darin für die Einstufung von A III-Hölzern als nicht-wassergefährdend ein. Read More

EWI-Analyse: 2030 Klimaziele für grünen Strom gefährdet

Altholzverband

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) an der Universität Köln warnt in einer neuen Analyse davor, dass die Bundesregierung das 65-Prozent-Ziel für das Jahr 2030 voraussichtlich verfehlen wird. Read More

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