Novellierung der Altholzverordnung

Der Startschuss für die Novelle ist mit der Ausschreibung des UFO Plans des Umweltbundesamtes gesetzt. Die Untersuchung  „Evaluierung der Altholzverordnung im Hinblick auf eine notwendige Novellierung“ wird vom IWARU – Institut für Infrastruktur • Wasser • Ressourcen • Umwelt unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Sabine Flamme durchgeführt. Für die Bearbeitung ist ab Zuschlagserteilung eine Dauer von 15 Monaten vorgesehen. Das Auftaktfachgespräch fand am 04.05.2018 in Berlin statt.

Gegenstand des Forschungsprojektes:

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird die bestehende Altholzverordnung begutachtet. Wo gibt es Umsetzungsdefizite der aktuellen Verordnung? Welche Änderungen durch technische und analytische Fortschritte müssen Berücksichtigung finden? Wie erfolgt der Vollzug bei der Überwachung von Altholzexporten / -importen und wo bestehen hier Defizite? Hieraus werden Handlungsempfehlungen entwickelt. Ebenfalls wird eine Stoffstromanalyse zu den Altholzmaterialströmen erstellt, um mögliche Auswirkungen der Lösungsvorschläge auf die Stoffströme abschätzen zu können.

Stellungnahme MCP-Richtlinie

Gemeinsam mit den Verbänden FVH und DeSH hat der BAV e. V. eine Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Umwelt „Einführung der Verordnung über mittelgroße Feuerungsanlagen sowie zur Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (XX. BImSchV) vom 30. April 2018 für feste Biobrennstoffe“ gezeichnet.

Die schriftliche Stellungnahme der Verbände können Sie hier abrufen.

Altholzverwertung in Deutschland

Altholz – ein nachhaltiger Wertstoff
Altholz ist ein facettenreicher Rohstoff, der in Deutschland sowohl stofflich als auch energetisch genutzt wird. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz. Durch die Erzeugung von Energie und Wärme, sowie die Herstellung von Produkten aus Altholz werden fossile Energieträger und energieintensive Materialien ersetzt. Durch die energetische und stoffliche Substitution werden in Deutschland so jährlich ca.  66 Millionen Tonnen CO2 eingespeichert.

Altholzmarkt – ein kleiner Überblick
Das Marktvolumen in Deutschland beträgt jährlich ca. 8 Mio. Tonnen Altholz. Die bedeutensten Anfallstellen für Altholz sind Siedlungs- und Verpackungsabfälle, Bau- und Abbruchhölzer sowie Holzabfälle aus der holzverarbeitenden Industrie. Ca. 80 Prozent des Altholzes wird in Altholzkraftwerken zur Erzeugung von Energie und Wärme verwendet. Die restlichen 20 Prozent gehen in die stoffliche Verwertung zur Herstellung von Spanplatten. Seit 2005 besteht zudem ein Deponieverbot für Altholz, d.h.  Althölzer dürfen nur stofflich oder energetisch verwertet werden.

Der Weg des Altholzes

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EU-Abfallwirtschaftspaket

Nachdem der Umweltausschuss des Europa-Parlaments dem Kompromiss zum EU-Kreislaufwirtschaftspaket zugestimmt hat, steht für den 16. April 2018 die Abstimmung im EU-Parlament auf dem Programm. Anschließend muss das Paket noch vom Ministerrat verabschiedet werden. Die EU-Mitgliedstaaten haben dann zwei Jahre Zeit, die Richtlinien in nationales Recht umzusetzen.

Kurz vor Weihnachten hatten sich Vertreter des Rats, des Parlaments und der Kommission auf diesen Kompromiss zum Kreislaufwirtschaftspaket verständigt, dessen zentraler Baustein die Novelle der Abfallrahmenrichtlinie darstellt. Darin werden Ziele für das Recycling und die Vorbereitung zur Wiederverwertung von Siedlungsabfällen festgelegt: Mindestens 55 Gewichtsprozent des Aufkommens bis 2025, 60 Prozent bis 2030 und schließlich 65 Prozent bis 2035.
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Altholzmarkt im Umbruch

Kasseler Abfalltage 2018

Unter dem Titel „Altholzmarkt im Umbruch – Perspektiven nach der EEG-Novelle“ berichtete BAV-Geschäftsführer Simon Obert zu den Herausforderungen der Altholzbranche.

Entscheidende Jahre stehen vor allem den Altholzkraftwerken bevor. Mit Blick auf den Anteil der Verwertung sind Altholzkraftwerke die tragende Säule der Altholzverwertung. Altholzkraftwerke sind mehrheitlich EEG-gefördert. Die Förderung läuft mehrheitlich im Zeitraum 31.12.2020 – 31.12.2026 zeitversetzt aus. In diesen Jahren müssen nicht mehr geförderte Anlagen gegen noch EEG-geförderte Anlagen konkurrieren (Risiko der Marktverwerfungen/Gefahr der Entsorgungssicherheit). Nach zwanzigjähriger Förderdauer treten die ersten Anlagen ab dem 31.12.2020 aus dem EEG-Förderregime. Dies stellt ganz besonders die ersten Anlagen vor eine große Herausforderung, da diese gegen noch geförderte Anlagen konkurrieren müssen. In diesen Jahren wird auch die Marktlage und das Altholzaufkommen entscheidend sein.

 

 

Entsorgungsfachbetriebeverordnung

Der BAV – Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e. V. unterstützt das Eckpunktepapier „Erfahrungen aus der Zertifizierung nach der novellierten Entsorgungsfachbetriebeverordnung“ des EVGE e. V. Darin werden die höheren bürokratischen, personellen und finanziellen Aufwände für Zertifizierer und Unternehmen durch die Novellierung der EfbV kritisiert. Das Eckpunktepapier können Sie einsehen:

2018_04_10_Eckpunktepapier EVGE Efb-Zertiffikat-final

Koalition setzt sich für Altholz ein

GroKo würdigt Bedeutung von Altholz

Der Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter (BAV) begrüßt ausdrücklich, dass „Altholz“ erstmals Eingang in einen Koalitionsvertrag auf Bundesebene gefunden hat. Dort heißt es: „Wir werden die Recyclingpotenziale weiterer relevanter Abfallströme wie Altholz, Alttextilien oder Altreifen evaluieren und verstärkt nutzen,“ im Kapitel „Umwelt und Klima“.

„Die Formulierung ist ein erster, aber wichtiger Schritt. Seit über zwei Jahren werben wir intensiv auf politischer Ebene für das Thema Altholz und machen auf die sehr gute und nachhaltige Arbeit unserer Branche aufmerksam“, betonte BAV-Vorstand Dieter Uffmann in einer ersten Stellungnahme. „Besonders freut es uns deshalb, dass das Thema Altholz erstmalig in einem Koalitionsvertrag genannt wird. Dies ist ein Zeichen, dass unsere Branche zunehmend Gehör findet und Anerkennung erfährt.“ Damit verbindet der BAV aber gleichzeitig, in den anstehenden Projekten, darunter etwa die Novellierung der Altholzverordnung oder der Erhalt der Altholzkraftwerke nach Auslaufen des EEG, für Verbesserungen einzutreten. „Vor allem die Sicherung des Anlagenbestandes ist eine der großen Herausforderung, vor der wir stehen. Hierfür werden wir uns im Rahmen der kommenden EEG-Novellierung intensiv einsetzen“.

Im BAV sind alle Interessensgruppen der Altholzbranche organisiert. Er vertritt derzeit 84 Unternehmen aus den Bereichen Aufbereitung sowie stoffliche und energetische Verwertung. Die Unternehmen kommen vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Belgien, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und Schweden.

Die BAV-Imagebroschüre steht Ihnen HIER zum Abruf bereit.

IFAT 2018 in München

BAV e. V. auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien

Wie in den zurückliegenden Jahren werden gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) an der weltgrößten Entsorgungsmesse IFAT (14.-18. Mai 2018) in München vertreten sein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Sie finden uns: Halle/Stand: A6.241/340

Mehr zur IFAT

Altholztag 2017 in Hamburg

Altholzbranche trifft sich in Hamburg

Der traditionelle Altholztag des BAV e. V. erfreut sich eines stetig wachsenden Zuspruchs. Die Veranstaltung am 28. September 2017 führte mehr als 140 Gästen in die Hansestadt Hamburg.

Die acht Vorträge der Fachtagung widmeten sich dem Thema Altholz aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Vormittag stand im Zeichen der Diskussion um technische Lösungen hinsichtlich Grenzwerten und Probenahme. Der Nachmittag thematisierte Entwicklung auf den Altholzmärkten in Deutschland, Schweden und UK.

Der Altholztag 2018 findet am 20. September 2018 in Frankfurt a. M. statt.

Pressebeiträge zur Veranstaltung:

 

Export von Altholz

Ausgangssituation

Unsere Branche ist mit ihren deutschen Standorten ein wichtiger Arbeitgeber und Stütze des ländlichen Raums. Die Holzverwendung durch unsere Unternehmen erbringt einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz sowie zur Schließung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Die heute in Deutschland praktizierte Nutzung von Wald-, Rest- und Altholz sowohl zur holzwerkstofflichen Produktion als auch zur Energie- und Wärmeerzeugung wurde auf aufgrund rechtlicher Grundsatzentscheidungen (Kreislaufwirtschaftsgesetz, Altholzverordnung, Immissionsschutzrecht sowie EEG) entwickelt und stellt heute europaweit den höchsten Standard dar.

Wir, eine verbandsübergreifende Gruppe von Unternehmen, die Altholz zum Zwecke der energetischen und / oder stofflichen Verwertung aufbereiten oder einsetzen, wenden uns heute an Sie mit dem gemeinsamen Anliegen, die Versorgung der deutschen Industrie mit dem Rohstoff Holz weiterhin zu gewährleisten.

Problem

Wir beobachten seit einigen Jahren einen steigenden Export von Holz (Frischholz wie Altholz). Der dadurch für die deutschen Industriestandorte fehlende Rohstoff muss zum Teil durch Importe gedeckt werden. Selbstverständlich stellen wir den freien Warenverkehr nicht in Frage. Wir weisen mit Blick auf einen diskriminierungsfreien Binnenmarkt allerdings darauf hin, dass die Einhaltung der Qualitätsanforderungen nach der Altholzverordnung oder vergleichbaren Standards in den Empfangsstaaten, die durch die Abfallverbringungsverordnung im Notifizierungsverfahren verlangt werden, im Vollzug sichergestellt werden muss. So machen beispielsweise die im Rahmen der Kontrollen durch Interpol festgestellten Beanstandungen (vgl. EUWID vom 29.8.2017) deutlich, dass ein erhöhter Kontrollbedarf besteht. Kolportiert werden auch Fälle, in denen wohl Notifizierungsanträgen von „Briefkastenstandorten“ behördlicherseits zu- gestimmt wird – und dies obwohl sich an den fraglichen Standorten physisch kein zum Export vorgesehenes Holz befinden kann. Derartigen offensichtlichen Umgehungen der Abfallverbringungsverordnung muss Einhalt geboten werden:

Die deutsche Holzindustrie muss darauf vertrauen können, dass der Vollzug unzulässige Transporte durch Versagung der Notifizierung verhindert, also von dem Versagungsgrund des Art. 12 I der Abfallverbringungsverordnung (Nr. 1013/2006) Gebrauch macht. Dazu muss unserer Auffassung nach sichergestellt sein, dass das zur Verbringung (Export) vorgesehene Altholz durch die zuständigen Behörden sowohl vor der Verladung als auch beim Transport in seiner (auch chemischen) Beschaffenheit überprüft wird bzw. die Vorlage nachvollziehbarer Qualitätskontrolldokumente (Probenahmeprotokolle, Analysen) verlangt wird. Alternativ muss durch dargelegt werden, dass es durch Aufbereitung im Empfangsstaat einen gleichen Qualitätsstandard erreicht – auch dies ist der Notifizierungsbehörde nachzuweisen. Nur so wird gewährleistet, dass die von der Abfallverbringungsverordnung intendierte hohe Verwertungsstandard sowie die Wettbewerbsgleichheit gewährleistet bleiben. Die Wettbewerbsgleichheit sieht die deutsche Holzindustrie durch eine im Einzelfall diskriminierende Notifizierungspraxis derzeit gefährdet.

Forderung

 

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