Altholzmarkt in Frankreich

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Frankreich: 38 Prozent stofflich verwertet

In Frankreich – erklärte Sylvain Laurent von FEDEREC auf dem Altholztag – werden jährlich rund sechs Millionen Tonnen an Abfallhölzern gesammelt. Jedes Jahr soll sich die Erfassungsrate um sechs Prozent steigern; 69 Prozent der erfassten Hölzer – Tendenz steigend – werden wiederverwertet. Laut Cambon setzt sich ihr Volumen zu 36 Prozent aus Industrie- sowie Bau- und Abbruchabfällen zusammen, zu 23 Prozent aus den Resten „industrieller Aktivitäten“ und zu 14 Prozent aus Verpackungsabfällen. Zu den 27 Prozent aus Haushalt- und Siedlungsabfällen trägt eine Erweiterte Produzentenverantwortung für Möbel bei, an der zwei Organisationen – Éco-mobilier und Valdélia – partizipieren.

Stofflich verwertet werden 19 Prozent der Althölzer in der französischen Holzplatten-Herstellung und weitere 19 Prozent in ausländischen Industrieanlagen. 31 Prozent dienen der energetischen Wiedergewinnung, während 31 Prozent ungenutzt in der Verbrennung oder auf Deponien landen. Im Jahr 2017 konnte die Branche mehr Abfallhölzer vermarkten als im Vorjahr, was zwar half, die Holzlager binnen eines Jahres von knapp 300.000 Tonnen auf rund 60.000 Tonnen zu reduzieren, aber zu einem Preisverfall führte. Alles in allem soll der Umsatz der französischen Holzbranche von 169 Millionen Euro während der letzten Jahre aufgrund ungünstiger Marktbedingungen stark nachgegeben haben.

Wir danken ausdrücklich der Redaktion des EU-Recycling Magazins, die diesen Beitrag in der Ausgabe 11/2018 veröffentlicht hat. Den gesamten Artikel können Sie hier als pdf-Datei herunterladen: EU-Recycling_11-2018-Altholz

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